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  • Diese 7 Fehler ruinieren deinen Onlineshop (und wie du sie vermeidest)

    Du hast einen eigenen Onlineshop oder bist gerade dabei, einen zu starten? Dann bist du hier genau richtig. In diesem Artikel teile ich die 7 häufigsten Fehler, die ich selbst (und viele andere) gemacht habe – und gebe dir konkrete Lösungen, wie du sie vermeiden kannst.

    Das Problem ist: Am Anfang weiß man gar nicht so genau, was man alles machen muss. Gerade beim Start fühlt man sich oft erschlagen, weil es so viele Entscheidungen in so vielen Bereichen gibt. Shopify oder WooCommerce? Welcher Marketingkanal ist der Beste? Soll ich auch gleich auf Amazon starten?

    Das führt schnell dazu, dass man vieles gleichzeitig machen will – und sich nicht die nötige Zeit für wohlüberlegte Entscheidungen nimmt. Und das wiederum führt zu Fehlern, die schnell sehr viel Geld kosten können.

    Und glaub mir: Wir haben schon viele tausende Euro mit kleinen und großen Fehlern verbrannt. Manchmal lernt man es eben auf die harte Tour. Damit du dir diese teuren Learnings ersparst, teile ich hier meine Erfahrungen mit dir.


    Fehler #1: Das falsche Shopsystem wählen

    Ein ganz wichtiger Punkt ist die Wahl des Shopsystems. Das ist die zentrale Drehscheibe deines Onlineshops. Diese Entscheidung bestimmt später alles:

    • Welche zusätzlichen Apps und Software du brauchst
    • Wie gut sich externe Dienste integrieren lassen
    • Ob du Marktplätze wie Amazon, Ebay oder Etsy anbinden kannst

    Wir haben WUNDERklein damals mit WooCommerce gestartet. Ich bin aber relativ schnell draufgekommen, dass es gar nicht so toll war:

    • Ich musste ständig Updates installieren
    • Hosting selbst managen und upgraden
    • Shop wurde langsam, sobald mehr Traffic kam

    Für mich war das langfristig keine nachhaltige Lösung, da es viel zu wartungsintensiv war. Also haben wir uns relativ schnell für einen Umstieg auf Shopify entschieden.

    Das war zwar wieder Arbeit, aber da wir noch nicht so viele Produkte hatten und der Shop klein war, ging es schnell. Schwieriger ist es, wenn man schon groß ist – und zu spät merkt, dass das System nicht passt.

    👉 Mein Rat: Prüfe vorher ganz genau, welche Shopsoftware für dich passt. Faktoren:

    • Welche Produkte verkaufst du?
    • In welche Länder willst du liefern?
    • Willst du stark mit Marktplätzen integriert sein?
    • Welche Features sind für dein Business am wichtigsten?

    Nimm dir Zeit für die Entscheidung. Ein späterer Wechsel ist sehr teuer.
    ➡️ Hier findest du die besten E-Commerce Tools für kleine Brands


    Fehler #2: Das falsche Produkt (oder kein echtes Problem)

    Meine Story: 10.000 € für Bodies, die keiner wollte

    Bei WUNDERklein sind wir mit personalisierten Schnullerketten gestartet – das lief ganz gut. Irgendwann haben wir uns gedacht: Wir müssen unser Sortiment erweitern.

    Die glorreiche Idee: Baby-Bodies mit Tier-Maskottchen.

    • Designerin engagiert
    • Verschiedene Größen, Farben, kurz/ langarm
    • Viele Varianten produziert
    • 10.000 € investiert und viel Zeit reingesteckt

    Das Problem: Niemand wollte die Bodies kaufen.

    • Zu teuer für ein Produkt, das nach 3–4 Monaten nicht mehr passt
    • Junge Familien sind preissensibel

    Im Nachhinein völlig logisch. Aber da war es schon zu spät. 5 Jahre später liegen die Bodies noch immer im Lager. Schmerzhaftes Lehrgeld: 10.000 €.


    Besserer Ansatz: Recherche & Validierung

    Damit dir das nicht passiert: Recherchiere vorher.
    Es gibt so viele Möglichkeiten herauszufinden, ob Produkte Nachfrage haben – gerade mit Hilfe von AI und Deep Research.

    Wichtige Kriterien für die richtige Nische:

    • Klares Problem oder Bedürfnis: Gibt es ein relevantes Problem, das dein Produkt löst?
    • Zahlungsbereitschaft: Ist die Zielgruppe bereit, Geld auszugeben?
    • Nachhaltige Nachfrage: Evergreen statt kurzer Hype.
    • Suchvolumen: Wird nach deinem Produkt aktiv gesucht?
    • Wettbewerb: Konkurrenz ist ein gutes Zeichen – Differenzierung zählt.
    • Wiederkaufspotenzial: Verbrauchsprodukte sind am besten.
    • Produktion & Logistik: Starte einfach – am besten mit einem Produkt in einer Variante.
    • Persönlicher Zugang: Du musst dein Produkt nicht „lieben“, aber du solltest die Zielgruppe verstehen.

    Kriterien für ein gutes Produkt:

    • Robust
    • Platzsparend
    • Keine Elektronik
    • Relativ günstig in der Anschaffung
    • Verbrauchsprodukt
    • Hoher AOV (lieber 100 € als 30 €)

    Fehler #3: Zu früh ein ERP-System einführen

    Dadurch, dass wir bei WUNDERklein Schmuck individuell fertigen, haben wir viele Materialien in verschiedenen Varianten. Shopify konnte das damals nicht auf granularer Ebene tracken.

    Da ich Prozesse liebe, haben wir früh ein ERP-System eingeführt. Es sollte:

    • Materialverwaltung
    • Einkauf
    • Versand
    • Buchhaltung

    Alles in einem System lösen.

    Die Realität:

    • Riesen Zeitaufwand für Einrichtung
    • Hohe monatliche Gebühren
    • Und am Ende hat es uns nicht so viel Arbeit abgenommen wie geplant war

    Heute weiß ich: Man kommt sehr weit ohne ERP-System.
    Auch mit Shopify haben wir schlanke Prozesse gefunden – ganz ohne überteuerte, komplexe Lösungen.

    👉 Frage dich: Brauche ich das wirklich schon? Oder kostet es nur unnötig viel Geld? (In 99% der Fälle ist die Antwort: Nein)


    Fehler #4: Keine Klarheit über Zahlen & Marge

    Bevor du Marketing machst, musst du deine Zahlen verstehen.
    Allen voran:

    • Marge (Nettoverkaufspreis – alle Kosten)
    • AOV (Average Order Value)

    Je höher beides, desto mehr Spielraum hast du im Marketing.

    Mein Fehler: Ich habe mich zu sehr über die Bruttoumsätze im Shopify-Dashboard gefreut – und die Werbekosten ignoriert. Später stellte ich fest: Teilweise gingen 50–60 % des Nettoumsatzes in Werbung.


    So machst du es besser:

    • Immer mit Nettoumsatz rechnen (Umsatzsteuer raus!).
    • Täglich tracken:
    • Nettoumsatz
    • Werbekosten aller Kanäle (Meta, Google …)
    • MER (Marketing Efficiency Ratio) = Umsatz ÷ Werbekosten

    So erkennst du sofort, ob deine Kampagnen profitabel sind – oder Geld verbrennen.


    Fehler #5: Marketing planlos starten

    Viele Gründer:innen investieren Monate in Produkt und Shop – und starten dann ohne Plan ins Marketing.

    Typischer Ablauf:

    1. Schnell ein paar Creatives (meist nur statische Bilder)
    2. Erste Meta-Kampagne
    3. Enttäuschung: Keine oder kaum Sales

    Noch schlimmer: Ein paar Sales kommen rein, gerade so viele, dass man denkt „es läuft“ – während man eigentlich draufzahlt.


    👉 Lösung: Lege einen Plan fest, bevor du Ads schaltest.

    • Wer ist deine Zielgruppe?
    • Welche Probleme hat sie?
    • In welchen Angles kannst du dein Produkt präsentieren?

    Mit AI und Deep Research findest du Antworten:

    • Welche Probleme hat meine Zielgruppe?
    • Wie spricht sie? Welche Begriffe und Ausdrücke nutzt sie?

    Wenn du so von Anfang an verschiedene Botschaften testest, wirst du schneller erfolgreich – außer dein Produkt ist schlecht (siehe Fehler #2).


    Fehler #6: Schlechte Produktfotos

    Marketing und Produkt können noch so gut sein – wenn deine Produktfotos schlecht sind, bringt das alles nichts.

    Unser Fehler bei WUNDERklein:

    • DIY-Fotos mit Fotobox
    • Viel Zeit investiert
    • Ergebnis: enttäuschend

    Der Wendepunkt: professionelle Fotos.
    Sobald wir sie hochgeladen haben, kamen plötzlich Bestellungen – ohne dass wir etwas anderes geändert hatten.

    Du kannst vieles selbst machen, aber spare niemals bei den Produktfotos.
    Sie sind entscheidend für deine Conversion Rate.


    Fehler #7: Alles selbst machen wollen – und ausbrennen

    Am Anfang hat man keine große Wahl. Man muss viel selbst machen. Aber eben nicht alles.

    Wir haben sogar unsere Produktfotos selbst gemacht – ein Fehler, der Zeit und Energie gekostet hat, ohne Ergebnis.

    👉 Mein Tipp: Investiere früh in Dinge, die Profis schneller und besser können.

    Und sobald dein Shop wächst, brauchst du Unterstützung.
    Der erste sinnvolle Mitarbeiter: Kundenservice.

    • Mehr Bestellungen = mehr Anfragen
    • Support kostet täglich Zeit
    • Diese Zeit solltest du ins Wachstum investieren – nicht ins E-Mail-Tippen

    Fazit

    ✅ Mit diesen 7 Fehlern im Hinterkopf kannst du dir viel Geld, Zeit und Frust sparen.
    Die Quintessenz: Fokus, gute Vorbereitung und bewusstes Investieren in die richtigen Bereiche.

    Starte schlank, lerne aus Erfahrungen – und vermeide die Fehler, die wir (und viele andere Gründer:innen) schon gemacht haben.

  • Die besten Versandlösungtools für Shopify in Deutschland und Österreich in 2025

    Viele kleine Shopify-Shops starten mit manueller Versandabwicklung: Etiketten per Hand, keine Automatisierung, kein Überblick. Spätestens ab 10–20 Bestellungen pro Tag wird das zur echten Wachstumsbremse. Pakete verzögern sich, Kunden beschweren sich, du verlierst Zeit und Nerven.

    In diesem Artikel zeige ich dir die beliebtesten Versandlösungen für kleine und wachsende E-Commerce-Brands in Deutschland und Österreich, inklusive Preisen, Funktionen und konkreten Empfehlungen je nach Shopgröße.

    Warum Shopify keine Versandlösung ist (und du eine brauchst)

    Dein Ziel: effizient und schnell Versandlabels erstellen.

    Das Problem: Shopify bietet keine native Versandlabel-Erstellung in der Bestellabwicklung. Du kannst eine Bestellung als „erfüllt“ markieren, aber kein Versandlabel generieren – dafür brauchst du eine externe App.

    Dabei spielt es keine Rolle, ob du Produkte einfach verpackst oder wie wir bei WUNDERklein jede Bestellung individuell gravierst und zusammenstellst: Spätestens wenn der Versand ansteht, brauchst du ein Label – und das muss effizient generiert werden.

    Eine gute Versandlösung sollte:

    • Eine Übersicht aller offenen Bestellungen bieten (Pick & Pack)
    • Mit einem Klick oder per Barcode-Scan ein Versandlabel erstellen
    • Die Bestellung automatisch in Shopify abschließen (inkl. Trackingnummer)

    Mein Tipp: Halte deinen Versandprozess so simpel wie möglich. Weniger Komplexität bedeutet weniger Fehler.

    Was ein gutes Versandtool können muss

    1. Anbindung deines Versanddienstleisters (DHL, DPD, GLS, etc.)
    2. Nahtlose Integration mit Shopify
    3. Unterstützung deiner Prozesse – z. B. Anzeige von Personalisierungsdaten bei Bestellungen
    4. Effiziente Bedienung – gerade bei vielen Bestellungen entscheidend

    Kurzer Exkurs: Wie funktioniert der Labeldruck eigentlich?

    Am Anfang kann man Versandlabels auf A4 drucken und mit Klebeband aufs Paket kleben. Funktioniert – ist aber umständlich und unzuverlässig bei Feuchtigkeit.

    Besser: Thermodrucker wie der Zebra GK420d, kombiniert mit selbstklebenden Labelrollen im passenden Format deines Versanddienstleisters.

    Der Drucker wird per USB an deinen Versand-Computer angeschlossen. Ein kleines Zusatzprogramm verbindet dann die Web-App (z. B. Sendcloud) mit deinem lokalen Drucker. So funktioniert der Etikettendruck reibungslos.

    Shopify-Apps vs. Versandplattformen

    Shopify-Apps

    • Direkt im Shopify Admin integriert
    • Oft carrier-spezifisch (z. B. DHL, DPD, GLS)
    • Schnell eingerichtet, aber funktionslimitiert

    Versandplattformen

    • Externe Tools mit eigener UI
    • Meist Multi-Carrier-fähig
    • Mehr Features (Retourenportal, Regeln, Automatisierung)
    • Shopify-App dient nur als Verbindung zur Plattform

    Versandvertrag, kein Vertrag oder Fulfillment?

    Deine Ausgangslage bestimmt, welche Versandlösung Sinn ergibt:

    • Du hast keinen eigenen Vertrag mit DHL & Co? → Nutze Plattformen wie Sendcloud, die dir gute Konditionen bieten.
    • Du hast eigene Verträge? → Dann lohnt sich Shipcloud, wo du deine Konditionen integrieren kannst.
    • Du willst gar nicht selbst verpacken? → Dann wäre ein Fulfillment-Dienstleister (z. B. byrd, everstox) vielleicht die bessere Wahl. In diesem Artikel konzentrieren wir uns aber auf den Versand ohne Fulfillment.

    Toolvergleich: Die besten Versandlösungen für Shopify (2025)

    Hinweis: ERP-Systeme (z. B. JTL, Xentral) sind nicht enthalten. Wir fokussieren uns hier auf schlanke Versandlösungen, die einfach starten und skalieren.

    LösungTypCarrier-Support (DE/AT)PreisVorteileNachteile
    easyGLSShopify-App (GLS-spezifisch)Nur GLS (DE/AT)Kostenlos + ab $19/Monat✅ Sehr gute App-Bewertungen
    ✅ Automatischer Labeldruck
    ✅ Paketshop-Finder
    ✅ Barcode-Scan-Option
    ❌ Nur GLS
    easyDPDShopify-App (DPD-spezifisch)Nur DPD (DE/AT)Kostenlos + ab $19–$44/Monat✅ Bis zu 1.000 Labels im Batch
    ✅ Automatisierte Dokumente
    ✅ Versandregeln & Retourenetiketten
    ❌ Nur DPD
    DHL Shipping AppOffizielle DHL-AppNur DHL (inkl. Warenpost)Kostenlos (DHL-Vertrag benötigt)✅ Direktanbindung ans DHL-GKP
    ✅ Kein Drittanbieter
    ✅ Gute Bewertungen
    ❌ Nur DHL
    SendcloudApp + Plattform160+ Carrier inkl. DHL, DPD, UPS, GLS, Hermes, Post ATKostenlos bis 50 Sendungen, danach ab 25€/Monat✅ Multi-Carrier
    ✅ Retourenportal
    ✅ Checkout-Integration
    ✅ Sehr gutes UI
    ❌ Ab 50 Sendungen kostenpflichtig
    ❌ Fixkosten + Pay Per Label
    ShipcloudApp + PlattformAlle großen Carrier inkl. SpeditionenAb 49€/Monat✅ Deutscher Anbieter
    ✅ Eigene oder Shipcloud-Konditionen
    ✅ Sehr stabile Shopify-Integration
    ❌ Monatliche Fixkosten
    ❌ Kein gebrandetes Retourenportal

    Empfehlungen je nach Use Case

    1. Du hast nur einen Carrier (z. B. DHL, DPD, GLS) und versendest <50 Pakete/Monat

    • Empfehlung: Die jeweilige Shopify-App des Carriers (z. B. DHL App, easyGLS, easyDPD)
    • Vorteil: Schnell, einfach, kostengünstig

    2. Du versendest mit mehreren Carriern oder willst flexibel bleiben

    • Empfehlung: Sendcloud (kostenlos starten, bei Wachstum upgraden)
    • Vorteil: Checkout-Optimierung, Retourenportal, Multi-Carrier

    3. Du hast eigene Versandkonditionen und willst professionelle Features

    • Empfehlung: Shipcloud
    • Vorteil: Eigene Verträge nutzen, volle Kontrolle, guter Support

    4. Du brauchst später ERP & Fulfillment

    • Empfehlung: Mit Sendcloud oder Shipcloud starten, später zu ERP migrieren

    Praxis-Tipp: So druckst du deine Labels wie ein Profi

    1. Investiere in einen Thermodrucker (z. B. Zebra GK420d oder Brother QL-Serie)
    2. Nutze passende Labelrollen deines Versanddienstleisters
    3. Installiere die Druck-Bridge deiner Versandplattform
    4. Scanne Bestellungen per Barcode, wenn möglich
    5. Drucke direkt am Packtisch – keine Zwischenstationen mehr

    Fazit: Das richtige Tool spart dir Zeit, Nerven & Geld

    Der Versandprozess ist ein massiver Hebel, um deinen Shop effizienter zu machen. Mit der richtigen Versandlösung vermeidest du manuelle Fehler, sparst Zeit und bietest deinen Kund:innen einen besseren Service.

    Wähle schlau – und denk daran: Halte es so simpel wie möglich. Starte klein, wachse mit deinem Shop, aber verliere nie die Kontrolle über deinen Versand.

    Du willst noch mehr Tool-Empfehlungen?

    Dann schau dir unser Software-Verzeichnis auf Ecomthek an – dort findest du passende Tools nach Unternehmensgröße, Bedarf und Budget.

  • Die besten E-Commerce-Tools 2025 für kleine Brands (bis 100k € Jahresumsatz)

    Du willst mit einem eigenen Online-Shop durchstarten, aber weißt nicht, welche Tools du wirklich brauchst? Ich war genau an diesem Punkt – und habe auf dem Weg viele Fehler gemacht. Deshalb bekommst du hier meine Empfehlung für die wichtigsten Tools, die dich als kleine Brand unter 100.000 € Jahresumsatz wirklich weiterbringen – ohne Schnickschnack, ohne Tool-Overkill.

    Warum die richtigen Tools am Anfang entscheidend sind

    Als ich selbst mit meinem Online-Shop gestartet bin, habe ich unzählige Stunden damit verbracht, Tools zu vergleichen. Ich habe viel zu viel ausprobiert, zu viel Geld verbrannt – und dabei gelernt:

    Am Anfang brauchst du nicht viel. Du brauchst das Richtige.

    • Fokus auf Tools, die direkt Umsatz, Vertrauen oder Effizienz bringen
    • Kein Tool-Wirrwarr, keine Komplexität, kein Feature-Chaos
    • Alles muss einfach funktionieren, ohne große Einarbeitung

    1. Shopsystem: Ohne Plattform kein Verkauf

    Tool-Empfehlung: Shopify Basic

    Wenn du ein Produkt verkaufen willst, brauchst du eine saubere, zuverlässige Plattform. Für mich ist Shopify hier die einzig sinnvolle Wahl für Starter:

    • Plug & Play – keine Programmierkenntnisse nötig
    • Optimiert für Mobile & Conversion
    • Riesiger App Store für spätere Erweiterungen
    • Schnelle Einrichtung + Hosting inklusive

    Tipp: Du kannst deine Domain direkt mit Shopify verbinden und sofort loslegen – Produktseiten, Checkout, Zahlungen – alles drin.

    2. Trust aufbauen: Bewertungen sind Pflicht

    Tool-Empfehlung: Judge.me Free Plan

    Gerade als neue Marke braucht man eines: Vertrauen. Und das entsteht am einfachsten über echte Kundenbewertungen – wie man es von Amazon kennt.

    Judge.me ist eine schlanke, günstige und gut integrierte Lösung für Shopify.

    Ohne Trust keine Conversion. Bewertungen steigern deine Glaubwürdigkeit und helfen unsicheren Käufern bei der Entscheidung.

    3. E-Mail Marketing: Deine wichtigste Kundenbeziehung

    Tool-Empfehlung: Klaviyo Free Plan

    E-Mail ist und bleibt einer der profitabelsten Kanäle im E-Commerce. Denn: Wer deine Produkte kauft und seine E-Mail-Adresse hinterlässt, gehört dir.

    • Beste Integration mit Shopify
    • Automationen (z. B. Willkommens-Mail, Warenkorbabbruch)
    • Kostenlos bis 250 Kontakte → ideal zum Start

    Baue von Anfang an deine E-Mail-Liste auf – es ist ein Gamechanger für wiederkehrenden Umsatz.

    4. Versandabwicklung: Schnell und unkompliziert

    Tool-Empfehlung: Sendcloud

    Wenn Bestellungen reinkommen, brauchst du Versandlabels – schnell, zuverlässig, flexibel. Sendcloud macht genau das – und funktioniert mit allen gängigen Versanddiensten (DHL, DPD, Hermes, Österreichische Post usw.).

    Pro-Tipp: Später kannst du immer noch zu spezialisierten Lösungen wechseln – wichtig ist, dass du am Anfang schnell lieferst.

    5. Design & Content für deine Marke

    Tool-Empfehlung: Canva

    Du brauchst Bilder für Ads, Reels, Produktseiten oder deine Website? Vergiss Photoshop – Canva ist alles, was du brauchst:

    • Vorlagen für Social Media, Newsletter & Co.
    • In Minuten zum professionellen Ergebnis
    • Kostenlos oder mit günstiger Pro-Version

    Konsistenter visueller Auftritt = Markenwahrnehmung = Vertrauen

    6. Organisation & interne Kommunikation

    Tool-Empfehlung: Google Workspace

    Auch wenn’s oft vergessen wird: Du baust ein Unternehmen. Und dafür brauchst du Struktur – zumindest ein Minimum:

    • Gmail für professionelle Kommunikation (z. B. hallo@deinshop.de)
    • Google Drive für Daten & Prozesse
    • Google Docs & Sheets statt Word & Excel
    • Google Chat für kleine Teams

    Warum kein Slack, Notion oder Asana? Weil du’s am Anfang nicht brauchst und es nur unnötig Geld kostet. Workspace reicht völlig.

    7. Buchhaltung & Rechnungen: Bitte nicht aufschieben

    Tool-Empfehlung: sevDesk

    Buchhaltung ist nicht sexy, aber unverzichtbar. Spätestens wenn du deine erste Bestellung verschickst, brauchst du eine rechtssichere Rechnung. Und du wirst dankbar sein, wenn du deine Belege nicht in einem Schuhkarton sammelst.

    • Automatischer Rechnungsversand bei Bestellung
    • USt-konform, DATEV-Export für deinen Steuerberater
    • Einfache Gewinn- und Verlustrechnung für deinen Überlick

    Für kleine Shops reichen Basic-Tarife völlig aus – die kosten 8 bis 15 € im Monat und sparen dir später hunderte Euro an Aufwand.

    8. Bonus: Helpdesk – dein digitaler Kundenservice

    Tool-Empfehlung: Zendesk oder Freshdesk

    Früher oder später kommen sie: Kundenfragen. Wann kommt mein Paket? Wie funktioniert der Umtausch? Wo ist meine Bestellung?

    Ein Helpdesk-Tool spart dir hier Stunden – durch:

    • Automatische Antworten
    • Ticketverwaltung
    • Integration mit Shopify & E-Mail

    Gerade wenn du allein arbeitest: Richte es früh ein. Dann arbeitest du nicht im, sondern am Business.

    Zusammenfassung: Dein Starter-Stack

    Hier ist dein kompletter Tech-Stack für unter 100k € Umsatz:

    BereichTool
    Shop-SystemShopify Basic
    Bewertungen / TrustJudge.me Free
    E-Mail MarketingKlaviyo Free
    VersandSendcloud
    DesignCanva
    OrganisationGoogle Workspace
    BuchhaltungsevDesk
    Kundenservice (Bonus)Zendesk oder Freshdesk

    Du willst noch mehr Tool-Empfehlungen?

    Dann schau dir unser Software-Verzeichnis auf Ecomthek an – dort findest du passende Tools nach Unternehmensgröße, Bedarf und Budget.

  • Die 7 häufigsten Fehler beim Mitarbeitergespräch (MAG)

    Alle Jahre wieder steht das Mitarbeitergespräch („MAG“) vor der Tür. Nach dem Sommer laufen die Vorbereitungen für gewöhnlich bereits auf Hochtouren. Die einen freuen sich bereits das ganze Jahr darauf, (endlich) Feedback für ihre Leistungen zu erhalten und womöglich eine Gehaltserhöhung oder zumindest einen Bonus dafür zu bekommen. Die anderen hingegen fürchten sich schon Monate vor dem Termin davor, (womöglich sogar ungerechtfertigte) Kritik von der eigenen Führungskraft zu erhalten.

    Warum Mitarbeitergespräche sehr wertvoll sind, liegt auf der Hand: Führungskraft und Mitarbeiter nutzen die Gelegenheit, sich abseits vom operativen Geschehen mit Unternehmenszielen und der gemeinsamen Zusammenarbeit auseinanderzusetzen. Dabei wird einerseits auf vergangene Leistungen und andererseits auf künftige Ziele und Entwicklungen Bezug genommen. Alles in allem also eine wunderbare Gelegenheit sowohl die persönliche Entwicklung, als auch das Erreichen der Unternehmensziele voranzutreiben – eine klassische Win-Win Situation für Management und Mitarbeiter.

    Obwohl das Führungsinstrument in der Theorie bereits hinreichend dargelegt wurde, passieren in der unternehmerischen Praxis immer wieder Fehler in der Vorbereitung, wie auch in der Durchführung und Nachbearbeitung der Mitarbeitergespräche. Die häufigsten Fehler werden in diesem Beitrag zusammengefasst und jeweils mit Handlungsempfehlungen ergänzt. Viel Freude beim Durchlesen & Umsetzen.

    1. Mangelnde Vorbereitung

    Ein schlecht vorbereitetes MAG kann mehr Schaden anrichten, als es nützt. Eine Führungskraft, die im Gespräch den Eindruck vermittelt, sich kaum Gedanken über die bisherigen Leistungen und potenziellen Entwicklungsmöglichkeiten des Mitarbeiters gemacht zu haben erreicht mit dem Gespräch ziemlich sicher keine Verbesserung der Zusammenarbeit. So ein Gespräch motiviert kaum zur intensiven Bemühung um das Erreichen der Unternehmens- bzw. heruntergebrochenen Ziele des Mitarbeiters. Leider werden aber viel zu häufig schlecht vorbereitete Gespräche geführt.

    Besser: Schaffe speziell beim Management Bewusstsein für die negativen Folgen „schlechter“ Mitarbeitergespräche. Diese können neben gedrückter Motivation sogar bis hin zur inneren Kündigung oder zum Austritt des Mitarbeiters führen. Dies passiert vor allem dann, wenn das Gefühl aufkommt, dass die eigenen Leistungen nicht geschätzt werden oder keine persönliche Weiterentwicklung möglich ist. Um bei der Vorbereitung der Gespräche zu unterstützen, sollten Informationsunterlagen sowohl für Mitarbeiter wie auch Führungskräfte zur Verfügung stehen (z.B. Ziele, Nicht-Ziele des MAG, Inhalte, Zeitplan)

    2. Falsche Erwartungen an das Gespräch

    Neben mangelnder Vorbereitung stellen falsche Erwartungshaltungen an das Mitarbeitergespräch ein zentrales Problem bei deren erfolgreicher Umsetzung im Unternehmen dar. Häufig ist das MAG in den Köpfen der Mitarbeiter mit einem „Gehaltsgespräch“ gleichzusetzen. Es wird erwartet, dass die Leistungen besprochen werden und basierend darauf eine Gehaltserhöhung folgen muss („Natürlich, ich habe mich ja das ganze Jahr abgeschuftet, da habe ich mir eine Gehaltserhöhung oder zumindest einen Bonus verdient“). Gehaltliche Veränderungen können selbstverständlich auch Teil des Gesprächs sein – allerdings folgt nicht jedem MAG eine Gehaltserhöhung oder ein Bonus. Die Enttäuschung ist daher nicht selten groß, was wiederum schlecht für die Motivation ist und im schlimmsten Fall zur (inneren) Kündigung führen kann.

    Besser: Auch an dieser Stelle geht die Empfehlung in Richtung unternehmensweiter Kommunikation im Vorfeld der Gespräche. Es ist empfehlenswert, Ziele und Nicht-Ziele des MAG klar zu kommunizieren. Dass also Gehaltsverhandlungen möglich aber nicht zwingender oder gar einziger Bestandteil des Mitarbeitergesprächs sind, sollte allen Mitarbeitern klar sein. Gerade bei Gehältern ist Transparenz nach wie vor ein wichtiger Faktor, der von vielen Arbeitnehmern gewünscht bzw. gefordert wird. Je offener daher im Unternehmen kommuniziert wird, wann und in welchem Ausmaß gehaltliche Sprünge „standardmäßig“ vorgesehen sind bzw. wann man diese Themen ansprechen kann oder soll, umso besser ist dies auch in Hinblick auf die Erwartungshaltung gegenüber der Mitarbeitergespräche.

    3. Schlechte Gesprächsführung

    Wie auch bei Bewerbungsgesprächen ist die Gesprächsführung beim MAG sehr entscheidend für den Output des Instruments. Dennoch werden MAG oft unstrukturiert und ohne „geregelten“ Ablauf geführt. Das kann zur Folge haben, dass wichtige Punkte gar nicht angesprochen werden, weil z.B. darauf vergessen wird. Sorgt die Führungskraft z.B. durch Hektik, vorwurfsvolle Fragestellungen oder Desinteresse für eine unangenehme Atmosphäre, kann das den Mitarbeiter aber auch abschrecken, überhaupt ein offenes Gespräch zu führen.

    Besser: Ich empfehle das Bereitstellen von Leitfäden für die Gesprächsführung für alle Führungskräfte. Diese sollten den groben Ablauf des Gesprächs mit den wichtigsten Inhalten auflisten. Diese Leitfäden sollten auch allen Mitarbeitern zur Verfügung stehen, sodass auch diese sich auf das Gespräch vorbereiten können. Zudem kann z.B. auch Unterstützung in der Gesprächsführung durch HR angeboten werden. Eine weitere Empfehlung ist die interne oder externe Schulung der Führungskräfte zur Mitarbeitergesprächsführung, welche eine hervorragende Vorbereitung auf das MAG darstellt.

    4. MAG als „lästige Pflicht“

    Für viele Führungskräfte stellt das Führen der Mitarbeitergespräche eine lästige Pflicht da. Dies ist die Ursache für einige der hier angeführten Fehler, die im Zusammenhang mit dem MAG gemacht werden. Unter anderem resultiert auch Fehler Nummer 5 häufig daraus. Mitarbeitergespräche werden üblicherweise top-down geführt, dh. beim oberen Management begonnen und dann jeweils mit der nächstfolgenden Hierarchieebene geführt. Ähnlich verhält es sich auch mit der Einstellung gegenüber der Mitarbeitergespräche. Wenn bereits das Top-Management das Instrument nur ein- bzw. weiterführt, „weil es eben irgendwie dazugehört“ oder „es gut für das Image ist“ wird diese Einstellung natürlich gemeinsam mit den Zielvorgaben und dem Feedback weitertransportiert.

    Besser: Hier bedarf es wieder an Aufklärungsarbeit (durch HR? 😉 ) um auf die Bedeutsamkeit des MAG hinzuweisen. Gesteigerte Motivation, Förderung der Leistungsmotivation, Mitarbeiterbindung und ein positives Arbeitsklima sind nur einige der möglichen Anreize für das Management, dieses Führungsinstrument strukturiert und professionell im Unternehmen einzusetzen. Bei halbherziger Durchführung können die genannten positiven Entwicklungen natürlich auch ins Gegenteil ausschlagen, was ebenfalls beherzigt werden sollte.

    5. Sich zu wenig Zeit nehmen (Folge aus Fehler Nummer 4)

    Mitarbeiter: „Zweimal wurde der Termin bereits verschoben, heute findet er endlich statt. Allerdings hätte das Gespräch bereits vor 10 Minuten beginnen sollen – vom Chef allerdings noch keine Spur. Naja ein paar Minuten warte ich noch, bevor ich mich wieder an die Arbeit mache… ah da kommt er ja.“

    Vorgesetzer: „Hallo X, die Verspätung tut mir leid, aber du weißt ja: Den Kunden kann ich natürlich nicht einfach abwimmeln und sagen, „ich muss jetzt meinem Mitarbeiter Feedback geben.“ Aber gut, da bin ich ja. Dann bringen wir’s mal hinter uns, mein Folgetermin startet schon wieder um halb.“

    (hier bedarf es keiner weiteren Ausführung zum Fehler)

    Besser: Das MAG sollte rechtzeitig im Voraus geplant und vorangekündigt werden (idealerweise 2 Wochen vor dem geplanten Termin, sodass sich Führungskraft und Mitarbeiter ausreichend vorbereiten können). Natürlich können Terminverschiebungen durch das laufende Geschäft dazwischenkommen. Dies sollte aber nur dann zu einer Verschiebung führen, wenn es sich wirklich nicht vermeiden lässt. Anderenfalls besteht die Gefahr, das Gespräch immer wieder hintenanzustellen, da das laufende Geschäft vermeintlich (!) immer wichtiger ist, als der interne Termin. Wenn das MAG dann stattfindet, sollten sich beide Beteiligten auch zu 100% auf das Gespräch konzentrieren und sich ausreichend Zeit dafür nehmen. Das übereilte Abhaken der Punkte auf dem Gesprächsleitfaden führt eher selten dazu, die Zusammenarbeit ehrlich und nachhaltig zu verbessern.

    6. Die Ergebnisse werden nicht weiter verwertet

    Das beste MAG (also das Befolgen aller hier genannten Tipps und Vermeiden aller genannten Fehler 😉 ) bringt letztendlich keinen langfristigen Erfolg, wenn die Ergebnisse aus den Gesprächen nicht entsprechend verwertet werden. Landen die angesprochenen Themen in der Rundablage und bewirken keine Veränderung, so wird die Akzeptanz des MAG in den Köpfen aller Beteiligten stark schwinden und die zum Teil mühsam erarbeitete Bereitschaft, diese überhaupt zu führen, wird schon bald nicht mehr vorhanden sein.

    Besser: Bereits im Vorfeld sollte festgelegt werden, wie die Ergebnisse aus den Gesprächen verarbeitet und dokumentiert werden. Die Empfehlung ist ein Gesprächsprotokoll, welches sowohl beim Mitarbeiter als auch bei der Führungskraft (und ggf. HR) aufbewahrt wird. So kann im nächsten Jahr auf den Ergebnissen des Vorjahres aufgebaut werden und auch die Zielerreichung lässt sich anhand der getroffenen Vereinbarungen einfach überprüfen. Ebenso wichtig wie die ausreichende Dokumentation ist das Ableiten von Handlungsempfehlungen. Beispiele für Handlungsempfehlungen sind etwa das Besuchen von Ausbildungen, Festlegen von Maßnahmen für die geplante Weiterentwicklung des Mitarbeiters, Gehaltserhöhungen uvm.

    7. Nichteinhaltung der Feedbackregeln

    Feedback geben/nehmen will gelernt sein. Leider ist dies gerade im Mitarbeitergespräch immer wieder ein heikles Thema. Kritik wird oft nicht entsprechend formuliert und konkretisiert oder der Mitarbeiter fühlt sich auf den Schlips getreten und fürchtet sich im schlimmsten Fall bereits nach dem Gespräch schon vor dem nächsten MAG. Der falsche Umgang mit Feedback kann gerade in einer heiklen Situation wie dem Mitarbeitergespräch fatale Folgen nach sich ziehen.

    Besser: Achte auf die folgenden Feedbackregeln und kommuniziere diese an alle Mitarbeiter.

    Feedback geben:

    • in „Ich-Form“ formuliert
    • konkret
    • zeitnah (nicht jedes Feedback kann ein Jahr bis zum nächsten MAG warten)
    • hilfreich

    Feedback nehmen:

    Kritik annehmen

    Nicht rechtfertigen

    Zuhören

    Unklarheiten gezielt hinterfragen